Soziale Schieflage im Deutsche Bank Konzern

Während bestimmte Beschäftigtengruppen im Deutsche Bank-Konzern gut dastehen, sieht es bei der Tochtergesellschaft DB Direkt GmbH anders aus.

Für die 650 Beschäftigten an den Standorten Berlin und Essen gibt es immer noch keinen fairen Tarifabschluss, obwohl seit Sommer letzten Jahres verhandelt wird. Für die Angestellten in den beiden Callcentern mit Vertriebs- und Servicefunktionen, die rund um die Uhr da sind und per Telefon, Mail und soziale Medien mit den Kunden kommunizieren, bietet die Bank einen Tarifabschluss an, der noch nicht mal die Inflationsrate ausgleicht. Zudem wird verlangt, dass sich die Angestellten an den Kosten einer jährlichen Sonderzahlung beteiligen. Die Mehrzahl der Beschäftigten bei der DB Direkt beziehen Monatsgehälter zwischen 2100 Euro und 2500 Euro.

Dagegen steht:
Die variable Vergütung für die Beschäftigten in der Investmentbank ist im letzten Jahr um 37 % gestiegen. Statt bisher 583 Einkommensmillionären gibt es in 2020 jetzt 684 (+ 17 %) Personen in der Deutschen Bank, die über ein Einkommen von eine Million Euro und mehr im Jahr verfügen. Die Vorstandsvergütung des Deutsche Bank-Chefs, Herrn Sewing wuchs um 47 %.

ver.di fordert für die Beschäftigten der DB Direkt u.a.:
– 6,0% mehr Gehalt / Azubivergütung ab 1. April 2020, mindestens aber 150 Euro mehr.
– Einführung eines 13. Gehaltes ab 2020
– Erhöhung der Vermögenswirksamen Leistungen auf 40 Euro pro Monat.

Die Beschäftigten der DB Direkt GmbH streiken dafür seit Januar 2021. Einige zeigen hier Gesicht.

„Die Callcenter-Beschäftigten sind die Visitenkarte der Deutschen Bank. Für sie ist angeblich kein Geld da. Für die Investmentbanker sollen dagegen 1,8 Milliarden Euro ausgeschüttet werden. Das ist unfair und unsozial. Deswegen ist der Streik mehr als berechtigt!“

ver.di-Vorstandsmitglied Christoph Schmitz

Die Deutsche Bank läuft Gefahr, die soziale Balance zu verlieren.

Bitte unterstützen Sie uns!


Hier können Sie sich online an den Chef der Deutschen Bank Christian Sewing wenden:
christian.sewing@db.com

Gerne können Sie dafür folgenden Text verwenden:

Sehr geehrter Herr Sewing,

die Beschäftigten der DB Direkt streiken seit Ende Januar für einen fairen Tarifabschluss. Während für andere Beschäftigtengruppen im Deutsche Bank-Konzern genug Geld da ist, warten die eher schlecht bezahlten Beschäftigten der DB Direkt u.a. auf eine faire Gehaltserhöhung und die Einführung eines 13. Gehaltes, das es in anderen Bereichen des Konzern bereits gibt.

Bitte sorgen Sie dafür, dass diese Ungerechtigkeiten möglichst schnell beendet werden.

Mit freundlichen Grüßen