Gemeinsam sind wir stark

ver.di Vorstand Christoph Meister

Kommentar von ver.di-Bundesvorstandsmitglied und dem Verhandlungsführer der Arbeitnehmerseite Christoph Meister zur anstehenden Tarifrunde private/ öffentliche Banken 2019

Vieles ist ins Rutschen gekommen in der Bankenwelt seit der Zäsur durch die Finanzkrise 2008. Digitalisierung, Regulierung und Niedrigzinsphase fordern die Branche heraus – und schaffen Verunsicherung insbesondere für Bankbeschäftigte. Wir spüren eine deutlich abnehmende Wertschätzung für die Arbeit von Bankangestellten – sowohl gesellschaftlich wie leider auch seitens vieler Vorstände. Dabei stellt die Beratung anspruchsvoller und „aufgeklärter“ Kunden ebenso hohe wie auch teilweise neue Anforderungen an die Beschäftigten. Die sich durch die Digitalisierung verändernden Tätigkeiten in der Marktfolge erhöhen diese Anforderungen ein weiteres Mal.

Um so wichtiger ist es für alle tariflich und übertariflich vergüteten Kolleginnen und Kollegen, dass das Fundament der Arbeitsbeziehungen stabil ist – unser Tarifvertrag gilt für die gesamte Branche. Und nur ein Tarifvertrag wirkt wie ein Gesetz und kann durch niemanden einseitig verändert werden.

ver.di-Mitglieder haben – unabhängig von der wirtschaftlichen Lage der Bank oder der Wertschätzung durch Vorgesetzte – einen Rechtsanspruch auf alle tariflich geregelten Leistungen. Zu guten tarifvertraglichen Regelungen gehören immer auch angemessene Gehälter. Wir wollen in der Tarifrunde 2019 gemeinsam mit Ihnen erreichen, dass alle Beschäftigten in Banken zukünftig wieder mit Arbeitsfreude und ohne Existenzängste arbeiten können. Gemeinsam sind wir stärker als jede und jeder Einzelne für sich alleine.

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Das wichtige ist die Frage des Organisationsgrades in Ver.di.
    Wenn weiterhin viele Bankangestellte verschiedenster Banken meinen sie bräuchten die Gewerkschaft nicht, dann macht es eher den Eindruck von kollektivem betteln.
    Bei uns in der Tariflandschaft Postbank laufen die Entgelthaustarifverträge zum 30. Juni 2019 aus.
    Nur ein hoher Organisationagrad bringt gute Ergebnisse.
    Organisiert euch und sagt es allen weiter:
    Gemeinsam sind wir stark!😊

  2. Lieber Andreas Apitz, dein Kommentar ist korrekt… es muss nur hinzugefügt werden, dass gute Tarifabschlüsse nicht allein von guten Verhandlungen kommen sondern von guten Streiks und Aktionen der Beschäftigten!

  3. „Zu guten tarifvertraglichen Regelungen gehören immer auch angemessene Gehälter.“
    Ich hoffe, dass sich Verdi diesmal auch an dieser Aussage misst und nicht wie bei den letzten Tarifabschlüssen ein unterirdisches Ergebnis einfährt.

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