Zweiter Warnstreiktag im baden-württembergischen Bankgewerbe

Am zweiten ganztägigen Warnstreik in Baden-Württemberg im Bankgewerbe beteiligen sich heute über 750 Beschäftigte der Banken im Raum Stuttgart, Karlsruhe und Mannheim, nachdem bereits am Freitag über 800 bei den Bausparkassen Wüstenrot und Schwäbisch Hall die Arbeit niedergelegt hatten. Damit nehmen die Beschäftigten im Land an bundesweit stattfindenden Warnstreiks teil, um den Druck auf die Arbeitgeber vor der dritten Verhandlungsrunde am 11. April zu erhöhen. Anlass sind die stockenden Tarifverhandlungen für die rund 200.000 Beschäftigten bei privaten und öffentlichen Banken.

Auf der Kundgebung in Stuttgart sagte ver.di Landesfachbereichsleiter Frank Hawel vor der Zentrale der bestreikten LBBW, deren Analyst öffentlich bedauert hatte, dass es mit dem deutschen Arbeitsrecht nicht einfach werde 30. 000 Stellen abzubauen durch eine Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank:
„Genau diese Denke ist es, die auch die Tarifverhandlungen bestimmt, und gegen die sich wachsender Protest erhebt. Wenn Beschäftigte für ihre Arbeitgeber nur noch und ausschließlich ein lästiger und zu beseitigender Kostenfaktor sind, dann stimmt etwas Grundsätzliches nicht mehr.“

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