Flugblatt: 0,97% Frechheit

Im dritten Verhandlungstermin am 11. April 2019 haben sich die Arbeitgeber mit uns über unsere Forderungen auseinandergesetzt. Vorausgegangen waren dieser Verhandlungs-runde Warnstreiks in zahlreichen Städten mit tausenden Teilnehmenden. Am Ende stunden-langer Verhandlungen gab es ein erstes völlig unzureichendes Gehaltsangebot.

Hier finden Sie unser Tarifinfo 04/2019 | 0,97 % Frechheit (pdf)

10 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Das „Angebot“ ist eine Frechheit. Nach dem radikalen Arbeitsplatzabbau und dem miesen Abschluss in der letzten Runde gibt es echten Nachholbedarf. Liebe Bänker, lasst euch das nicht gefallen! Raus auf die Straße und rein in eure Gewerkschaft! Tariffragen sind Machtfragen. „Verdi“ sind die Mitglieder und nicht die paar Funktionäre. Wer etwas haben will, muss etwas dafür tun. Macht mit!

  2. Und zum Schluss werden wir wieder eins sehen, dass unsere Verdi- und Bankenvertreter in den Verhandlungen umfallen und sich zu einem für die Arbeitnehmer unwürdigen Abschluss drängen lassen.
    Und dann erst die Kommentare von Seiten Verdi: mehr war nicht möglich und unser Kampf hat sich gelohnt. Geben sie doch endlich zu dass ihnen die Bankentarifgespräche doch gar nicht interessieren. Wo sieht man ihre Vertreter in der Presse, im Radio oder im TV- da erscheinen sie nur wenn es um die Metallindustrie oder die öffentlich -rechtlichen Tarifgespräche geht.

  3. Hallo zusammen,
    ich finde es eine super Idee die Option auf den Tisch zu bringen, dass man wahlweise weniger Wochenarbeitszeit arbeiten möchte anstelle von mehr Gehalt. Die Jugend von heute legt sehr viel mehr Wert auf „Mobile Working, Work-Life-Balance, Wochenarbeitszeit usw.“ als auf Gehalt.

  4. Angesichts der Inflation ist das lachhaft.
    Selbst wenn man die offizielle, geschönte, Inflationsrate zugrundelegt, handelt es sich um einen deutlichen Kaufkraftverlust unserer Gehälter.
    Bei der tatsächlichen (bspw. im Bereich qualitativ hochwertiger Grundnahrungsmittel oder Mieten etc.) noch umso mehr.

    Ich bin in Frankfurt bei einer Bank angestellt und traue mich schlicht nicht, offen zu demonstrieren. Ich stehe in der Bank eh schon auf wackligen Beinen, weil ich zu oft zu meinem Gerechtigkeitssinn und zu meiner Wahrheitsliebe stehe, wenn ich jetzt auch noch mit Gewerkschaft etc. komme… Traurig aber die Realität heutzutage.

  5. Das Angebot der Arbeitgeberseite ist weder wertschätzend noch motivierend für die Angestellten. Es kann sogar guten Gewissens als Provokation empfunden werden und ruft es recht zu weiteren massiven Warnstreiks auf. In diesem Sinne…

  6. Die Arbeitgeber verlangen jedes Jahr eine Produktivitätssteigerung und wollen real immer weniger bezahlen. Mich würde nicht wundern, wenn die Produktivität sich bald in die selbe Richtung wie die Entwicklung der Reallöhne bewegt. Und das dann vermutlich auch noch mit einem Frustrationszuschlag, weil sich die vielen Normal- und Durchschnittsverdiener der massiven Kritik der Öffentlichkeit ausgesetzt sehen, die einige wenige maßlose Taschen füllende Zocker und Kurzzeitvorstände verursacht haben. Da passt es ins Bild, das die Arbeitgeberseite von einem Vorstandsmitglied der skandalträchtigsten Zockerbude mit der höchsten Zahl an Einkommensmillionären vertreten wird und Wasser predigt.

  7. Ohne einen höheren Organisationsgrad geht gar nichts. Dazu sollten bei den nächsten BR-Wählen solche KollegInnen unterstützt werden, die ihre Reputation als Betriebsrat mit de4 Werbung für Ver.di verbinden und auf Beteiligung der Belegschaft in ihrer Interssenvertretungsarbeit setzen.
    Von den Arbeitgebern „Wertschätzung“ zu verlangen ist naiv. Im gegenwärtigen Wirtschaftssystem besteht der Wert der Beschäftigten in ihrer Wertschöpfung abzüglich des Personalaufwands. Da gibts nichts zu schätzen. Da wird eiskalt gerechnet.

  8. Was mich so richtig nervt ist aber auch Verdi. Warum immer die Prozente ? Da profitieren nur die Besserverdiener, warum sagt man nicht z.b 100€ netto für alle? Da hat jeder was von und die Bank kommt sogar noch besser weg da deutlich gespart wird. Ich bin in der Tarifgruppe 5 und würde sowas bevorzugen.

  9. Liebe Sandra Schmidt, danke für die Rückmeldung! „Die Gewerkschaft“, die sich nicht unterkriegen lassen soll, sind wir – die Mitglieder in Verdi, die sich haben in die Tarifkommission wählen lassen. Wir sind bei unseren Bemühungen aber auf alle angewiesen, die einen guten Tarifabschluss haben möchten. Egal, ob Gewerkschaftsmitglied oder nicht. Aufmunternde Worte allein reichen leider nicht: Gesicht zeigen, laut werden, Aktionen von ver.di begleiten, raus gehen. Das hilft! Vielleicht hast Du Dich ja schon an einem Streik beteiligt, vielleicht bist Du bereits Mitglied – das ist gut! Wenn nicht, würden wir uns sehr freuen, wenn Du uns bei der nächsten Aktion begleitest…. #tarifkommtvonaktiv…

  10. Liebe Gewerkschaft,

    Ich bin schokiert über das Angebot der Arbeitgeberseite und die fehlende Bereitschaft auf die anderen Themen einzugehen. Noch unfairer finde ich den Vorschlag den Tarifes über 36 Monate abzuschließen. Wertschätzend sieht anders aus. Nach Abschluss des letzten Vertrages 2016 muss die Arbeitgeberseite auf die Arbeitnehmer zukommen. Wir können doch nicht immer zurückstecken, während sich Vorstände Millionen auszahlen.
    Lassen Sie sich nicht unterkriegen und bleiben Sie standhaft.

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