250 streiken in Frankfurt

Wir müssen mehr werden, wir müssen stärker werden

Am 17.5.2019 beteiligten sich rund 250 Frankfurter Bankbeschäftigte aus Commerzbank, Frankfurter Sparkasse, Deutscher Bank und dwpbank an einem eintägigen Warnstreik. Bei einer Kundgebung vor der Commerzbankzentrale bekräftigten sie ihre Forderungen nach 6% mehr Gehalt mit einer Wahlmöglichkeit zwischen mehr Geld und mehr Freizeit, Entlastungstagen, Weiterbildung, einer Steigerung der Ausbildungsvergütungen und der Verlängerung von Altersteilzeittarifvertrag und einer Tarifvertragsklausel zur Beschäftigungssicherung.

Als Redner analysierte Leonhard Regneri die Tarifentwicklung der Bankenbranche der letzten Jahre, ging auf die besondere Situation der sog. AT-Beschäftigten ein und leitete her, wie es zu so einer angespannten Tarifrunde kommen konnte, wie sie gerade zu erleben ist. Markus Zittlau, Mitglied der Tarifkommission und Beschäftigter der Commerzbank Frankfurt, berichtete von der letzten Verhandlung, in der die Arbeitgeberseite umgerechnet nur 0,97% Gehaltserhöhung jährlich anbot und sich bzgl. der wichtigen Themen Weiterbildung und Entlastung sperrte. Joachim Kraus von der Frankfurter Sparkasse, ebenfalls Tarifkommissionsmitglied, erinnerte an die hohen Bonizahlungen an die Bankvorstände, die das Publikum mit Buh-Rufen quittierte.

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