Arbeitgeber hört die Signale! 800 streiken in Berlin

Am heutigen Freitag, dem 17. Mai 2019 sind Bankbeschäftigte auch in Berlin und Brandenburg dem Streikaufruf von ver.di gefolgt, rund 800 Streikende haben sich an einer zentralen Demo und Kundgebung beteiligt, die u.a. ab 10.00 Uhr am Hackeschen Markt vor dem Gebäude des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. stattfand. Der Demozug führte auch zum Sitz des Berliner Sparkassen-Vorstandes am Alexanderplatz, wo sich die Teilnehmenden lautstark für ihre Forderungen stark machten.

„Wir hoffen, dass die Arbeitgeber die Signale wahrnehmen und in der nächsten Verhandlungsrunde am kommenden Montag in Wiesbaden ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen“
, sagte Sebastian Orthmann, zuständiger ver.di-Gewerkschaftssekretär.

Anlass für den Warnstreik sind die stockenden bundesweiten Tarifverhandlungen für die rund 200.000 Beschäftigten bei den privaten und öffentlichen Banken.

ver.di fordert in dieser Tarifrunde 6 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Für Beschäftigte mit einer übertariflichen Bezahlung will ver.di eine entsprechende Dynamisierung der Gehälter durchsetzen. Für Auszubildende fordert die Gewerkschaft eine Erhöhung der Vergütung um 100 €. In den immerhin drei Verhandlungsrunden haben die Arbeitgeber kein akzeptables Angebot gemacht.

ver.di will in der Tarifrunde neben einer deutlichen Gehaltserhöhung vor allem über Arbeitsbelastung und Weiterbildung verhandeln. Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt bei den Banken sehr rasch und tiefgreifend, darum fordert ver.di einen verbindlichen Anspruch der Beschäftigten auf Weiterbildung.

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