Nächste Streikwelle in Planung. Verhandlungstermin am 03.07.2019 in Berlin

Für die 5.Verhandlungsrunde haben wir uns mit den Arbeitgebern auf den 3. Juli 2019 geeinigt. Die Verhandlungen finden in Berlin statt.

Wir erwarten von den Arbeitgebern eine deutliche Verbesserung der Angebote, denn mit

6 Nullmonaten
1,7 Prozent zum 01.08.2019
1,2 Prozent zum 01.08.2020
1,2 Prozent zum 01.08.2021

werden wir uns nicht zufrieden geben.

Wenn Du das auch so siehst, dann beteilige Dich an der 3. Streikwelle.
Im Zeitraum vom 18.-28.06.2019 finden an verschiedenen Tagen,  in fast allen Bundesländern Arbeitskämpfe statt.

Ob Dein Betrieb auch zum Streik aufgerufen wird erfährst Du bei Deiner ver.di-Betriebsgruppe oder bei Deiner örtlichen ver.di Geschäftsstelle.

https://www.verdi.de/wegweiser/verdi-finden

:winking-face:

14 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. … ich sehe es wie viele hier … es kommt nur eine Einsicht bei den AG zustande, wenn wir nachhaltig uns bemerkbar machen … lassen wir mal 2 Tage keine Züge fahren, bildlich gesprochen => also einfach mal 2 Tage komplett keinen Zahlungsverkehr in Deutschland !! … Das kostet die AG soviel Geld, das eine angemessene Tarifanpassung in Summe eventuell auch “ billiger “ werden könnte …

  2. Ich finde auch, daß es so langsam an der Zeit für mehrtägige Streiks ist. Der Reallohnverzicht muss ein Ende haben und die Arbeitgeber müssen mit wirksamen und harten Streiktagen konfrontiert werden!

  3. Nach mehreren Jahren des Reallohnverzichts ist es nun wirklich an der Zeit standhaft zu bleiben und kein Verständnis mehr für die Arbeitgeberseite zu haben. Unser Verständnis in der Vergangenheit und damit unser bewusster Verzicht zum wohle unserer Banken führten dazu, dass weithin Boni und Dividenden ausgezahlt werden können. Hinzu ließ unser nobler Verzicht das Unverständnis auf der Arbeitgeberseite für unsere Situation erst entstehen. Immerhin haben sie jetzt über 7 Jahre wahrgenommen, dass wir Arbeitnehmer verzichten können und viele noch immer nicht aufgewacht sind. Man kann denen auch kein Vorwurf machen, wenn wir Arbeitnehmer bereitwillig alles glauben, was aus deren seriösen Aussagen kommt.

    Bitte hört auf zu glauben, dass unser Verzicht irgendwas Sinnvolles bewirkt! Rückwirkend gesehen haben wir nicht einen Arbeitsplatz damit retten können, sondern ausschließlich die weiteren hohen Boni-, Dividendenzahlungen und die privilegierten Positionen.

  4. Ich denke es, dass wir so lange kämpfen sollten, bis wir beim Gehalt wenigstens die Inflation auffangen bei einer Laufzeit von 12 Monaten, Zusagen von Seiten der AG in Sachen Weiterbildung der Mitarbeiter und zusätzliche Entlastungstage bekommen.

    Nur wie durchsetzen, wenn einfach zu wenige Kollegen streiken und in den Medien diese Streiks praktisch gar nicht Erwähnung finden? Ich finde es schade, dass so viele Banker anscheinend den Schuss noch nicht gehört haben und sich in Ihrem Büros vergraben und die Augen vor der Tatsache verschließen, dass es nicht nur um 2% mehr Gehalt geht. Vielen ist einfach nicht bewusst, dass viele Privilegien an die sie sich gewöhnt haben, in der Vergangenheit hart erstreikt worden sind. Keine Samstagsarbeit, typische Bankfeiertage, 30 Tage Urlaub, um nur einige zu nennen.

    Ja, wir hatten im Vergleich zu einigen anderen Branchen immer ein recht gutes Gehalt. Aber dieses Gehalt wird seit Jahren durch die schlechten Abschlüsse mit den kompromisslosen AG immer weiter „aufgefressen“. Viele Branchen fangen an, uns zu überholen.
    Leisten wir heute weniger als vor 20 Jahren? Ich denke nicht.
    Im Gegenteil, der Bankenalltag wird immer hektischer, die Regularien immer strenger, man soll sich immer mehr neues Wissen in immer kürzerer Zeit aneignen. Die Mitarbeiter sollen immer flexibler und agiler sein. Neben seiner „normalen“ Arbeit darf man sich darüber Gedanken machen, wie man sich selbst abschaffen kann. Wir müssen alleine mit den persönlichen Folgen der Digitalisierung fertig werden, was eine große Belastung darstellt.

    Die Bankenwelt verändert sich. Unser Arbeitsplatz und wir uns mit. Das müssen wir auch, um nicht den Anschluss zu verlieren. Es kostet uns aber auch enorme Kraft und das verlangt eine angemessene Vergütung und eine Anerkennung der AG hinsichtlich dieser Belastung in form von Entlastungstagen.

    Ich wünsche mir, dass wir auch mal 2 Tage hintereinander streiken und das an allen Standorten gleichzeitig. Wenn dann möglichst viele Kollegen mitmachen können wir was bewirken da bin ich sicher. Dann würde es auch Auswirkungen auf die Kunden geben und wir hätten die nötige Aufmerksamkeit.
    Wir könnten viel mehr Chaos mit einem Streik verursachen, als ein paar Piloten oder Müllmänner.
    Dann wird der Kaufpreis für die Immobilie halt nicht überwiesen, der Container am Hafen kann nicht entladen werden weil das Akkreditiv nicht bearbeitet wird, der Kunde bekommt am Schalter kein Geld weil er mal wieder den PIN falsch eingegeben hat, der Firmenkunde bekommt keine dringende Auskunft die er für ein Geschäft benötigt und der Geschäftskunde bekommt nicht kurzfristig eine Kreditlinie eingeräumt weil er eilige Zahlungen hat und im Moment nicht solvent ist.

    Digitalisierung hin oder her, wir sind wichtig und werden gebraucht, also lasst uns auch für einen angemessenen Tarifabschluss kämpfen.

  5. Klar sollte Verdi mehr machen….aber das geht halt doch nur, wenn auch gestreikt wird.

    Mich würde weiter interessieren, wo die Streikenden der Großbanken sind?

    Insbesondere von der Deutschen Bank habe ich da bislang gar nichts gesehen.

    Sind die ggf. eh schon alle außertariflich?

  6. Ich wünsche mir auch, dass wir keine faulen Kompromisse mehr machen sollten.

    Entweder die Arbeitgeber kommen uns deutlich entgegen, oder wir machen unseren Forderungen einfach mehr Nachdruck.

    Habe keine Lust mehr auf Nullrunden und Minierhöhungen, zu Gunsten der Einkommensmillionäre in den Instituten.

    Möchte meinen Anteil am Gewinn, in Form eines ordentlichen Gehalts.

    Übrigens: Sehr gut geschrieben@ Johannes Pfennig

    Ganz meiner Meinung

  7. Hallo,
    auf gar keinen Fall aufgeben und auf so einen faulen Deal eingehen. Denken Sie auch mal darüber nach die Medien über dieses unsägliche Angebot der Arbeitgeber zu informieren. Wo ist die Führungsspitze von Verdi im Fernsehen und Radio oder den neuen Medien vertreten.
    So erhöht man keinen Druck- wenn es sich um Tarifverhandlungen in der Metallindustrie oder dem öffentlich-rechtlichen Bereich handeln würde dann käme es an erster Stelle in den Medien; dann wäre die Bildzeitung bereit zu berichten und der Herr Bsirske wäre andauernd im TV zu sehen.
    Man ist schon auch selber verantwortlich bei Verdi wenn die Arbeitgeber keinen Druck verspüren.

  8. Hallo Issam G,
    schön, dass sich hier auch mal ein Vertreter der Arbeitgeber äußert…!!
    Aber mal im Ernst: hast du dir das letzte Angebot einmal durchgerechnet? Warum sollten wir eine Erhöhung akzeptieren die wiederum nicht einmal die Inflation abdeckt?? Inflationsrate (2,0%) plus eine nennenswerte Erhöhung p.a., das sollte das Minimum sein! Dafür heisst es: kämpfen statt schneller schlechter Deal!!!

  9. Was will man denn da noch nachgeben? Noch weniger geht ja nicht mehr.

    Ganz ehrlich, ggf. besteht halt einfach kein Bedürfnis an einer Erhöhung seitens der Arbeitgeber, wenn es genau die Arbeitsplätze sind, die aufgrund der Digitalisierung mehr und mehr überflüssig und die betroffenen Beschäftigten ggf. nur noch mitgezogen werden.

    Wie bereits geschrieben: Ich hab niemanden in den Nachrichten sich beschweren sehen, dass die Bänker gestreikt haben und er nicht an sein Geld kam oder keine Einzahlung vornehmen konnte. Wenn die Bahner streiken ist das halt von Morgens bis Abends in allen Medien und mit wirtschaftlichen Verlusten verbunden. Solche sehe bei den Bänkern nicht.

    Auf Facebook hat es schon einer richtig geschrieben: Druck könnte man wohl nur aufbauen, wenn man auch die Geldautomaten im Rahmen des Streiks vom Netz nehmen würde.

    Das wäre dann ggf. spürbar…obwohl man Bargeld inzwischen ja in jedem Discounter abheben kann.

  10. Hallo Issam,

    ich weiß nicht, ob du in deinem täglichen Beruf verhandeln musst, daher nur so viel: Verhandeln bedeutet auch immer ein wenig nachgeben.

    Ich denke du sprichst da eher für dich und nicht für die Masse, denn ich für meinen Teil kann gerne auf Netto 1,2 % pro Monat etwas länger warten und habe dafür aber endlich (nach wirklich viel zu vielen Jahren der realen Gehaltskürzungen) einen annehmbaren bzw. ich hoffe noch auf einen grandiosen Abschluss.

    Es haben sich jetzt genug Jahre die Aktionäre und die Führungselite die Taschen vollgestopft mit immer neuen Ausreden – jetzt sind wir auch mal wieder dran um wenigstens nicht völlig abgehängt zu werden.

    Ach und ich denke die Leute bei Verdi sind bestens auf Verhandlungen geschult, wir sollten es daher auch eher ihnen überlassen ob sie meinen Nachgeben zu können und auch die Streikbereitschaft zeigt, dass es die Masse so sieht.

  11. Es ist meiner Meinung nach zwingend Notwendig das man sich in der 5 Verhandlungsrunde nun einigt.
    Und die Verdi selbst muss vielleicht ein bisschen Nachgeben…, auch wenn es nicht Schön ist.

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