Es wird richtig eng für unseren Tarifvertrag!

ver.di Vorstand Christoph Meister
Christoph Meister ist Mitglied im ver.di-Bundesvorstand und in der laufenden Tarifrunde für die privaten und öffentlichen Banken ver.di-Verhandlungsführer.

Die Tarifrunde spitzt sich weiter zu: Wie berichtet war die Arbeitgeberseite auch in der vierten Verhandlungsrunde zu keinem fairen Angebot für die Beschäftigten der privaten und öffentlichen Banken bereit. Damit ist die Gefahr, dass es in diesem Jahr zu keinem Tarifabschluss kommt, deutlich gestiegen.

Am 03. Juli kommen wir in Berlin mit den Arbeitgebern zu einer fünften Verhandlungsrunde zusammen. Klar ist: Sollten die Tarifverhandlungen in diesem Jahr scheitern, sieht es nicht nur für die weitere Gehaltsentwicklung düster aus, es wird auch generell eng für unseren Tarifvertrag.

Denn für Einkommenssteigerungen und gute Arbeitsbedingungen müssen wir uns als Beschäftigte immer engagieren. Geschenkt bekommen wir nichts!

Mehr Infos zum aktuellen Stand gibt es in unserer Tarifinfo 06/2019 als PDF.

Wir stehen zu unserem Versprechen!

Es bleibt dabei: Einen unbefriedigenden Tarifabschluss wie 2016 wird es mit uns nicht noch einmal geben!

Doch mehr erreichen können wir nur, wenn wir gemeinsam aktiv werden. Die letzte Tarifrunde hat gezeigt: Eine Gewerkschaft ist immer nur so stark wie ihr Rückhalt bei den Beschäftigten. Ohne starke gewerkschaftliche Verankerung bei den Bankbeschäftigten drohen schlechte oder keine Tarifergebnisse.

Ab jetzt zählt es: Tragt zu unserem Verhandlungserfolg bei! Werdet ver.di-Mitglied und stärkt gemeinsam mit zehntausenden Kolleginnen und Kollegen die Verhandlungsposition eurer Gewerkschaft! Ich hab’s verstanden und will mitmachen!

Beteiligt euch an der dritten Streikwelle. Zwischen dem 18. und 28. Juni 2019 finden an verschiedenen Tagen  in fast allen Bundesländern Arbeitskämpfe statt.

Ob euer Betrieb auch zum Streik aufruft, erfahrt ihr bei eurer ver.di-Betriebsgruppe oder örtlichen ver.di-Geschäftsstelle. Wo finde ich meine ver.di vor Ort?

7 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Naja, hoffentlich keine Worthülsen und erneut : Bitte Entlastungstage fallen lassen; mehr Gehalt ist das Gebot der Stunde und nachhaltiger. Verdi ist gut beraten, nominelle Gehaltserhöhungen zu fordern.

  2. Bitte von utopischen Wünschen wie Entlastungstagen abgehen und auf das Gehalt pochen. Hier energisch dran bleiben und eine zeitnahe faire Lösung finden. Ein weiteres Jahr ohne Gehaltssteigerung lässt auch einen höheren Gehaltszuwachs im Folgejahr an dem Wertverlust verpuffen!

  3. Wie viele Leute haben jetzt schon gesagt, dass sie diese Entlastungstage für eine bescheuerte Idee halten? Bevor ihr nach immer mehr Mitgliedern ruft, solltet ihr vielleicht erst mal auf die Wünsche und Vorstellungen derjenigen reagieren, die schon Mitglied sind?

    Sorry, aber mit ihrem Faktenpapier, ganz besonders auch was Krankenstände etc angeht, haben euch die Arbeitgeber mit runtergelassenen Hosen erwischt. Denn wir ihr andere Zahlen hättet, hättet ihr die ja zeigen können. Habt ihr aber nicht. Weil? Aha! Jetzt wäre es, es geht nämlich um die Mitglieder und nicht euch in der Verhandlungskommission, evtl mal an der Zeit zu sagen „Ja, ok, war blöd. Lassen wir das mal sein und sorgen dafür, dass unsere Mitglieder wenigstens am Ende de Jahres nicht mit real weniger Geld nach Hause gehen“.

    Ich bin noch nicht so lange dabei. Weder bei der Bank, noch bei der Gewerkschaft. Aber ich habe schon ein längeres Arbeitsleben hinter mir. Eines kann ich ganz klar sagen. Bis jetzt ist das der definitiv beste Arbeitgeber den ich hatte und damit meine ich auch die tarifvertraglichen Regelungen, Arbeitszeiten und und und. Mehr Geld ist das eine, aber irgendwelche an den Haaren herbeigezogenen Goodies, nur damit man sich von anderen absetzt? Sorry, das ist nicht im Sinne der Mitglieder!

  4. Einigt euch bitte auf einen Tarifvertrag mit 36 Monaten LZ. 1. Jahr eine Steigerung von 2,90%. Im zweiten ein Plus von 2.70% und im dritten ein Zuwachs von 2.60%. Die AG haben Planungssicherheit und die Angestellten eine einigermaßen akzeptable Lohnsteigerung. Wir müssten dann auf die Gesundheitstage verzichten, die eh kaum einer will.

  5. Wie kann es denn bitte sein, dass von 200.000 Betroffenen nur 20.000 streiken????

    Da würde ich als AG aber auch sagen: „Was wollt ihr denn ? 90 % scheinen ja zufrieden zu sein!“

    2013 war ein Rentenpunkt ca. 2.800 Euro wert. 2019 sind es 3.200. Ist eine Steigerung von 14,3%.

    Die tarifliche Entwicklung ist aber nur ca. 11,1 %.

    Heisst Verlust von über 3 %. Wer quasi 2013 2.800 verdient hat und demnach einen vollen Rentenpunkt, erhält 2019 nicht Mal mehr einen vollen Rentenpunkt.

    Es findet demnach nicht nur keine Gehaltssteigerung statt, sondern man verliert auch noch den Status quo.

  6. Streiken bringt erst was, wenn die Kunden etwas davon merken und sich entsprechend beschweren und die Banken in Regress genommen werden.
    Es ist egal, ob 1.000 oder 10.000 vor den Frankfurter Türmen stehen.
    Es müssen Überweisungen, Kreditvalutierungen liegen bleiben. GAAs nicht funktionieren oder keine Kartenzahlung möglich sein usw.

    Dann bekommen wir Aufmerksamkeit. Siehe IT-Panne Coba aktuell.

    Die Kunden und Bevölkerung müssen Druck machen.

    Ein Tarifabschluss unter 2% p.a. wird die Belegschaft enttäuschen und es besteht auch die Gefahr, dass noch weniger bei verdi sind.
    Vielleicht sollte man auch mal die Beitragshöhe überdenken…

  7. Ich bin auch der Meinug mit 30 Urlaubstagen sind wir im allgemeinen Vergleich gut bedient. Die 6 Gesundheitstage sollten nicht weiter in Betracht gezogen werden. Eine Inflation notwenige Gehaltsanpassung aber obligatorisch und notwenig.

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