600 streiken in Hannover

Am 18. Juni legten in Niedersachsen und Bremen 1200 Bankangestellte die Arbeit nieder. Sie folgten dem Aufruf der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) zu einem ganztägigen Warnstreik. Bereits zum dritten Mal waren Beschäftigte im Bankgewerbe aus den Regionen Hannover, Bremen und Braunschweig zu einem ganztägigen Streik aufgerufen. Betroffen waren die Bremer Sparkasse, Commerzbank, Deutsche Bank, ING, LBS-Nord, NBank, NORD/LB und Unicredit.
Insgesamt 45 Bankfilialen von NORD/LB, Deutsche Bank, Commerzbank und Bremer Sparkasse blieben geschlossen.

„Wir haben heute, am nun schon 3. Streiktag, gezeigt, dass wir weiter zulegen können. Die Bankangestellten haben kein Verständnis dafür, dass die Arbeitgeber sich nicht bewegen,“ sagte Jörg Reinbrecht, Landesfachbereichsleiter Finanzdienstleistungen für Niedersachsen und Bremen. „Wir sind schon fast ein halbes Jahr ohne Tarifvertrag. Die Beschäftigten werden von ihren Arbeitgebern nicht wertschätzend behandelt,“ so Reinbrecht weiter.

In den letzten 10 Jahren ist die Gehaltsentwicklung im Bankgewerbe deutlich hinter der allgemeinen Tarifentwicklung zurückgeblieben. Es gibt deshalb erheblichen Nachholbedarf für Bankangestellte. „Die Beschäftigten sind nicht bereit weitere Reallohnverluste zu akzeptieren“, betonte Reinbrecht.

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Wir haben heute gezeigt, dass wir mehr werden!
    Leider sind aber immer noch zu wenige Kollegen bereit für ihre eigenen Belange einzustehen.
    Aber, wenn keiner aufsteht und sagt Nein! dann machen die Arbeitgeber nach Gutsherrenart weiter wie bisher.
    Bei einem höheren Organisationsgrad kann man auch mal darüber nachdenken ein paar Tage am Stück zu streiken. Das würde sehr schnell Wirkung zeigen.
    Was wir jetzt machen sind Nadelstiche, die sind unangenehm aber tun nicht richtig weh.
    Sprecht mit euren Kollegen, dass sie beim nächsten mal dabei sind oder, dass sie dabei sind und auch bei der Ver.di Mitglied werden. Das 1% ist gut investiert, und das sollte jeder Bankmitarbeiter ausrechnen können.

  2. Pingback: 2.200 Kolleg*innen streiken für ein besseres Gehaltsangebot - Tarif kommt von aktiv

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