Ver.di wendet sich mit offenem Brief an DZ BANK

ver.di BR der DZ BANK beim Verteilen des Offenen Briefes

Nachdem der Arbeitgeberverband der Deutschen Volksbanken Raiffeisenbanken (AVR) die Gespräche zu einem Tarifreformvertrag mit ver.di im Herbst 2018 unter fadenscheinigen Begründungen abgebrochen hat, wenden sich ver.di und die DZ BANK Betriebsräte nun bei der Hauptversammlung an die Anteilseigner.

ver.di und die Betriebsräte der DZ BANK richteten am 29. Mai einen offenen Brief an die Hauptversammlung der DZ BANK in Frankfurt am Main. Der Brief erklärt die tarifpolitische Lage der DZ BANK und betont die Einigkeit von Betriebsräten und ver.di. „Bis auf wenige Ausnahmen sind die Betriebsräte in der DZ BANK ver.di-Mitglieder. DBV und DHV sind in der DZ BANK nicht existent.“

ver.di verlangt, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren, um die Beschäftigten innerhalb der Tarifverhandlungen zu vertreten. ver.di-Mitglieder und Betriebsräte der DZ BANK sind davon überzeugt, dass dem AVR Widerstand entgegengesetzt werden muss. Der Geno-Tarif gilt auch für die DZ BANK-Angestellten. Entweder wir können die Tarifreform mitgestalten oder wir müssen einen neuen Anlauf in Sachen Haustarifvertrag diskutieren. Tarif kommt von aktiv!

Mehr zur DZ BANK hier bei den Nachdenkseiten Info vom Mai 2019

Im Zusammenhang mit den Tarifverhandlungen bei den Volksbanken Raiffeisenbanken hat ver.di mit dem Tarifkommissionsmitglied aus der DZ BANK und der KBR-Vorsitzenden ein Video mit einem Statement gedreht und im Intranet der DZ BANK zur Verfügung gestellt. An dieser Stelle können auch Sie es sehen.

Die nächste Runde zur Tarifreformverhandlung findet am 6. August 2019 statt. In Kenntnis der voraussichtlichen Ergebnisse der Tarifverhandlungen bei den privaten und öffentlichen Banken gehen wir davon aus, dass sich der Arbeitgeberverband AVR am kommenden Dienstag mit DBV und DHV ebenfalls einigen wird. Gravierender Unterschied: Während es bei den privaten und öffentlichen Banken „nur“ um die Erhöhung der Entgelte („Tariferhöhung“) geht, wurde bei den Volksbanken Raiffeisenbanken zusätzlich über deutliche Verschlechterungen im Manteltarifvertrag verhandelt – zunächst nur für neue Mitarbeiter. Die mit ver.di geführten „Sondierungsgespräche“ wurde im vergangenen November unter nicht nachvollziehbaren Begründungen abgebrochen.

Unser Statement zur DZ Bank

79 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Unglaublich was sich so ein Arbeitgeber leistet! Dumping bei der Bezahlung der Beschäftigten und selbst genehmigen sie sich trotz Niedrigzinsphase weiter ihre dreisten eigenen Gehaltserhöhungen!

  2. Die Treue und Gutmūtigkeit der MitarbeiterInnen in den Volks- und Raiffeisenbanken wird wieder einmal vom AV mit Füßen getreten. Und die „Verhandler“ bei DBV und DHV machen sich aus Geltungssucht zu willigen Handlangern. Wie lange geht der Krug noch zum Brunnen? Die Werte von Raiffeisen und Schulze Delitzsch haben solche Menschen schon lange veraten.
    Hier hilft nur Öffentlichkeit herzustellen, damit sich die Mitglieder mit den Beschäftigten solidarisieren und die handelnden Personen, vor allem beim AVR, zur Rechenschaft gezogen werden. Also geht mit Transparenten zu den Mitgiederversammlungen.

  3. Routinemäßig und erwartungsgemäß haben sich der AVR und DBV/DHV wie immer in ihrem Tarif-Theaterschauspiel nach dem 3. Akt geeinigt:
    Was für ein tolles Ergebnis – 3%-ige Beruhigungspille gleich zum Anfang. Da fällt vorlauter Freude gar nicht mehr auf, dass die zweite Tranche nur 1,5% beträgt und aufgrund der langen Laufzeit der gesamte Abschluss gerade einmal so die Höhe der Inflationsrate streift.
    Reallohnerhöhung? Fehlanzeige!!!! Nicht für Genossenschaftsbanker!!!

    Finden wir das als Arbeitnehmer in Geno-Banken toll?
    Nein, wohl kaum.
    Können wir das als Arbeitnehmer ändern?
    Ja.
    Aufstehen, ver.di-Mitglied werden (wenn noch nicht geschehen), und zusammen mit den ver.di-Betriebsräten Flagge zeigen – nur das verstehen Vorstände!

    Und nur mit engagierten Kolleginnen und Kollegen vor der Tür kann eine (ver.di)-Tarifkommission eigene Forderungen verhandeln und einen angemessenen Tarifvertrag abschließen.

    So funktioniert die Interessenvertretung in einer Demokratie – wir müssen es selbst öffentlich äußern und tun… siehe Fridays for Future!

    Nur zu gucken und hoffen, dass es andere richten werden, geht leider nicht…

  4. Aus einer Resolution einer Betriebsräteversammlung der DZ BANK im Januar 2013: „Die Betriebsräte sind in großer Sorge, dass der AVR den schleichenden Prozess des Abbaus von tariflichen Leistungen nun mit Hilfe der gelben Verbände verstärkt fortsetzen wird. Die Politik des AVR schadet dem Ansehen des gesamten Geno-Sektors in der Öffentlichkeit! Die Angestellten werden zu Bankangestellten 2. Klasse!“
    Aus heutiger Sicht ziemlich weitsichtig…

  5. Hat sich der Vorstand der DZ BANK mal die Frage gestellt, welches Image er in der Öffentlichkeit hat und welche Einfluss diese Tarifpolitik hierauf hat? Wieso lässt das Spitzeninstitut zu, dass der Arbeitgeberverband mit zwei nicht in der DZ BANK vertretenen Verbänden verhandelt? Welches Ansehen genießt die DZ BANK an Universitäten und Hochschulen, von wo die DZ BANK ein Teil ihres Fürungskräftenachwuchs rekrutieren will? Welches Standing hat die DZ BANK als Ausbildungsbetrieb? Wie wird an diesen Anstalten über die BANK als möglicher Arbeitgeber gesprochen? Welche Auswirkungen entstehen dadurch für den Verbund? Das ist eine Frage, welche sich nicht nur die Bank, sondern auch der AVR stellen sollte. Gibt es mit dieser Tarifpoltik auch in Zukunft welche, die durch einen Wechsel innerhalb des Verbundes ihr Wissen und ihre Erfahrungen in anderen Unternehmen des Verbundes und dieses nicht verbundfremd zum Einsatz bringen?

  6. Die Kolleginnen und Kollegen der DZ BANK wollen von der Gewerkschaft Ver.di vertreten werden, die ihre Interessen vertreten und nicht von einer Gewerkschaft ohne Mitglieder wie der DBV, die nur die Interessen der Arbeitgeber vertritt.
    Vera

  7. Liebe Kollegen/Kolleginnen, es ist Zeit (wer noch nicht Mitglied ist) bei ver.di einzutreten, denn ver.di vertritt die Interessen von uns *allen* DZ BANK-Mitarbeitern. ver.di muss wieder mit an den Verhandlungstisch! Danke für den super Einsatz unserer Betriebsräte und ver.di

  8. Mit Euerem Video bringt Ihr die dramatische Situation und die heiklen Themen exakt auf den Punkt. Ich hoffe, dass von vielen Seiten und Kollegen die notwendige Unterstützung für Euere, nein, unsere gemeinsame Sache kommt. Die Zukunft der Genobanken-Mitarbeiter wird jetzt entschieden!

  9. Anhand der Kommentare stelle ich fest

    – wir wissen worum es geht
    – wir sind damit nicht einverstanden
    – wir wissen um unsere kreativen Instrumente uns zu wehren
    – wir wissen, dass wir damit auch Erfolge erzielen können
    – wir wissen, dass wir die nächsten Schritte einleiten müssen

    Ich schlage „Aufstehen“ vor.

  10. Die Kündigung des Manteltarifvertrag hat bei mir eine grosse Enttäuschung
    gegenüber der DZ Bank ausgelöst und mir gezeigt, wo die Reise hingeht…
    So viel zu Vertrauen!

  11. die grundlegenden Arbeitsbedingungen nicht zum Spielball der Wettbewerbsinteressen zu machen, das ist Sinn und Zweck der Branchentarifverträge. Diese wesentliche Grundlage unseres Sozialstaatsmodells haben viel KollegInnen bis heute nicht verstanden.
    Nicht zuletzt die Angst vor einem weiteren DBV-Abschluß, zwingt ver.di wohl am Ende zu einem Tarifabschluß bei den Privatbanken unterhalb des verteilungsneutralen Spielraums, also zur Umverteilung zugunsten der Gewinne und Einkommensmillionäre.
    Der sich abzeichnenden Strukturveränderung der Finanzindustrie stehen die Beschäftigten mit einer noch nie dagewesen Schwäche ihrer Intressenvertretung gegenüber, ob das gutgeht?!
    Diese Aktion verdient Respekt, sie muss noch breiter werden.

  12. Hat es der Vorstände der DZ BANK wirklich nötig, sich hinter dem AVR zu verstecken?
    Zu verhandeln ist nur mit der Gewerkschaft, in der die Belegschaft organisiert ist: verdi !

  13. Für einen normal denkenden Menschen ist nicht nachvollziehbar, dass eine Institution am Verhandlungstisch sitzt, die nicht durch Kolleginnen und Kollegen vertreten ist. Auch unsere Leute schauen immer erstmal verdutzt drein, wenn wir eure Situation erklären und was auch immer wieder bei uns droht. Da kommen Aussagen wie „gibt’s doch nicht!“ oder „Wie kann jemand unseren Tarifvertrag abschließen, wenn wir hier gar keine Mitglieder in dieser sog. Gewerkschaft haben“. Die Politik tritt hier altes Gut mit Füßen und lässt den Unternehmen bewusst freie Hand. Kämpf weiter! Drücke euch die Daumen, dass ihr eure Mitglieder wieder auf die Straße bringt.

  14. Kompliment an die DZ-Bank Betriebsräte für die tolle Aktion!
    Nur wenn wir alle gemeinsam laut werden, wird uns auch Gehör geschenkt werden.
    Ich kann und will es einfach nicht akzeptieren, dass Gewerkschaften, die in den
    Genobanken keine nennenswerte Anzahl von Mitgliedern haben, über UNSERE Arbeitsbedingungen und Gehälter entscheiden und uns einfach der Stuhl vor die Tür gestellt wird.
    Also, wie der Kölner zu sagen pflegt: Arsch huh, Zäng ussenander!

  15. Es ist beschämend, dass der AVR die genossenschaftlichen Werte betont und tatsächlich den Großbanken nacheifert. Mitarbeiter scheinen für den AVR nur Personalnummern zu sein. Fundierte Umfragen zur Stimmungslage in den Genobanken werden ignoriert – eine traurige Entwicklung. Traurig auch für die Genobanken, die einen partnerschaftlichen Kurs verfolgen.
    Den Betriebsräten und ver.diranern in der DZ Bank wünsche ich ein starkes Durchhaltevermögen!

  16. „Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt“ (Wir machen den Weg frei)

    Dies ist bekanntlich ein Zitat aus der Werbung vieler Volks- und Raiffeisenbanken. Ich frage mich was den Vorstand der DZ BANK „antreibt“, diese Strategie in den Tarifverhandlungen zu fahren.
    Wie passt das zu der Verbund First 4.0 Strategie, die ja auch die Unternehmenskultur verändern soll (leistungsorientiert und integrativ)? Was für ein Vorbild ist dies, wenn das genossenschaftliche Spitzeninstitut so agiert?

    Auch ich schließe mich der Forderung an, dass die Verhandlungspartner an den Tisch gehören, die in der Bank mehrheitlich vertreten sind. Wenn man glaubt den „Weg nur so frei machen zu können“, dann ist dies m.E. der falsche Weg.

  17. Anstatt jetzt gemeinsam mit den Mitarbeitern, mit der Gewerkschaft Verdi in die Zukunft zu schreiten lässt man Zeit ins Land gehen. Zeit, die es in der schnelllebigen Zeit nicht mehr gibt.
    Mit Verdi nicht zu verhandeln heißt gegen die Mitarbeiter zu handeln. Selbst wenn die guten Mitarbeiter bleiben leidet die Motivation. Das ist wie Autofahren mit gezogener Handbremse! Nach außen hin fährt es, aber es geht viel Leistung verloren.
    Ein Unternehmen das erfolgreich sein will schafft dies nur gemeinsam mit den Mitarbeitern und wenn die nun mal mit Verdi organisiert sind geht das nur mit Verdi!

  18. Hallo, es ist richtig und wichtig das ihr weiter dran bleibt. Große Anerkennung dafür. Es ist nach wie vor ein „Unding“ das ausgerechnet die Genossenschaftsbanken nicht mit einer DGB Gewerkschaft Tarifverträge verhandeln. Und die Mehrheitsgewerkschaft ver.di nicht als Tarifpartei respektieren.
    Ich unterstütze die Forderung: „ver.di zurück an den Tariftisch“, auch als Mitglied im AR der DZ Bank.
    Solidarische Grüße Sigi Stenzel

  19. Super Aktion und super auf den Punkt gebrachte Kommentare!

    Ich finde es traurig, dass die Vorstände immer von den schwierigen Zeiten sprechen und sich hinter „was die Zukunft (Stichworte: Niedrigzins, Regulatorik, Digitallisierung) bringt“ verstecken.
    Mittlerweile herrscht in vielen Häusern eine so große Fluktuation, dass es nicht mehr die o.g. Stichworte sind, die die Häuser vor besondere Herausforderungen stellen, sondern die Personalflucht. Sich damit zu rühmen, dass man ein ach so toller Arbeitgeber ist, weil es so viele Sozialleistungen gibt, bringt einem nichts, wenn man erkennt, dass man auf dem Arbeitsmarkt deutlich mehr wert ist, als in einer Genobank. Etwas wert sein, sollte es nun auch wieder in den Geno-Banken heißen. Also tut euch zusammen und zeigt, dass ihr es wert seid!

  20. Es ist doch wirklich unglaulich, dass sich die DZ BANK an Tarifverhandlungen mit einer Gewerkschaft beteiligt, bei der kein/e DZ BANKer/in Mitglied ist !
    Man sollte doch davon ausgehen dürfen, dass ein Vorstand auch im Interresse seiner Mitarbeiter/innen handelt.

  21. Der Arbeitgeberverband der Volksbanken Raiffeisenbanken handelt mit DBV/DHV Tarifverträge für uns aus – obwohl sie keinerlei Mitglieder in der DZ BANK haben!

    Und nicht nur das, die DZ BANK ist das einzige tarifgebundene Unternehmen im Konzern, für das verdi-Tarifverträge nicht angewandt werden. Die Mitgliederzahlen in der DZ BANK zeigen: verdi ist die rechtmäßige Interessenvertretung der Beschäftigten in der DZ BANK!

    Was bedeutet das, wenn ein Arbeitgeber sich derart über die Interessen der Beschäftigten hinwegsetzt, diese ignoriert? Wie kann ein Vorstand, der einen solchen Weg unterstützt, erwarten, dass die Angestellten ihm Vertrauen entgegenbringen?
    Und dass, in Zeiten des Umbruchs am Bankenmarkt und in der DZ BANK, wo wir dringend auf engagierte, motivierte Mitarbeiter angewiesen sind! Hierfür sind gute tarifliche Standards entscheidend.

    Liebe Kolleginnen und Kollegen, lassen Sie uns nicht länger hinnehmen, dass der AVR und der Vorstand sich ihren Verhandlungspartner aussuchen. Aus meiner Sicht gibt nur einen legitimierten Verhandlungspartner für unseren Tarifvertrag, nämlich verdi!

  22. Rüdiger und Klaus bringen es immer wieder auf den Punkt. Respekt.
    Tarif kommt von Aktiv! Weiter so. Bleibt am Ball!

  23. Es ist traurig zu sehen, wie auf der einen Seite die Genossenschaftliche FinanzGruppe – allen Krisen zum Trotz – erfolgreich auf dem deutschen Bankenmarkt besteht und auf der anderen Seite die Mitarbeiter immer weniger an diesen Erfolgen partizipieren. Dabei sind engagierte und motivierte Mitarbeiter das A und O für jedes erfolgreiche Unternehmen. Damit wir auch künftig genügend qualifiziertes Personal für die Genossenschaftlichen FinanzGruppe finden, ist es wichtig, dieses auch entsprechend zu entlohnen. Es ist ein Unding, dass ver.di nicht mit am Verhandlungstisch der Tarifverhandlungen für die Genossenschaftsbanken sitzt!
    Der Vorstand der DZ BANK wünscht sich einen Kulturwandel in vielen Bereichen. Er könnte ein deutliches Zeichen setzen: Entweder auf den AVR einwirken und ver.di wieder an den Verhandlungen beteiligen oder aus dem AVR austreten und mit ver.di einen Haustarifvertrag für die DZ BANK abschließen!

  24. Immer nur jammern bringt absolut nichts. Wir, die Genobanker, sind hoffentlich alles erwachsene Menschen. Warum beweisen wir nur in unserem Arbeitsalltag, am Kunden, in der Bank unser Selbstbewustsein. – Nicht aber, wenn es um unsere eigenen Interessen geht. Es ist mir immer noch unverständlich, dass ein Arbeitgeberverband (AVR) sich einen Verhandlungspartner für seine Tarifverträge und weitreichenden Reformen, die er plant, nur danach aussuchen kann, dass er sein Ziel erreicht. Es geht um unser aller Interessen und Zukunft. Ich möchte jedenfalls nicht „fremdgesteuert“ sein. Dafür gibt es aber nur einen Weg – aktiv werden- . Unser Motto lautet nicht umsonst „Tarif kommt von Aktiv“. Im Umkehrschluss heißt das: -„von Inaktiv – kommt kein Tarif“. Leute werdet wach, denn sonst könnt ihr jammern bis….- Es wird euch keiner hören.

  25. Leider greift Politikverdrossenheit hier auch um sich. So lange man einen vermeintlich sicheren Arbeitsplatz hat, ist man lieber ruhig. Die Personalpolitik ist im Moment eh schon grenzwertig. Aber die Banker verschließen die Augen vor den Problemen.
    Hoffentlich wachen alle endlich auf und verstehen, was ver.di erreichen will – was AVR und die jeweiligen Bankenvorstände im Moment in ihren Häusern treiben ist aus Arbeitgebersicht (man muss ja sparen) sicherlich verständlich, aber ohne die „kleinen Arbeiterameisen“ geht halt nichts, und die sollten wenigstens ordentlich bezahlt werden für die Arbeit die geleistet wird – nämlich doppelt so viel Arbeitsvolumen bei bald nur noch halb so viel Personalvolumen.

    Und eine Verhandlung zwischen AVR und ver.di kann doch nicht so schwer sein. Jede Seite wirft einen bunten Blumenstrauß von Ideen auf den Tisch, man verständigt sich auf die wirklich wichtigen Punkte und dann sollte man es doch schaffen sich in der Mitte zu treffen. Auf dem „türkischen Basar“ sagt der Verkäufer (AVR) doch auch nicht dass er keine Lust hat zu verkaufen. Wenn der AVR so weiter macht, gibt es in Deutschland bald niemanden mehr, der Bankkaufmann werden möchte. Und was dann?

  26. Danke für die motivierenden Kommetare!
    Auch wenn Detais und Hintergründe so machen Entscheidungsträger, aber auch Mitarbeiter, nerven: Unterstützt die Arbeit der Betriebsräte, sucht das Gespräch im Kollegenkreis vor allem vor dem Hintergund des Personalabbaus im Rahmen jetzt schon laufender Digitalisierung, BEVOR wir immer weniger werden!

  27. Weshalb sollen wir wieder auf der Strecke bleiben?
    Die DZ BANK, eine der erfolgreichsten Banken in Europa, will weiter Ihre Spitzenposition ausbauen, ehrgeizige Projekte verwirklichen, die Digitalisierung meistern… und was ist mit uns Mitarbeitern?

    Es entsteht der Eindruck, dass sowohl für Externe als auch für unzählige Projekte die Geldquellen weiter sprudeln. Im Gegensatz dazu scheint es, dass das Herz der Bank, die Mitarbeiter aufs Abstellgleis geschoben werden. Dabei sind wir es, die mit unserem KnowHow und unserem Engagement zum Erfolg unseres Hauses beitragen und gleichzeitig Nutzen bei unseren Anteilseignern stiften.
    Ist es denn gewünscht, dass wir nur noch unsern „Job“ verrichten?
    Oder profitiert unser Haus und unsere FinanzGruppe nicht vielmehr davon, wenn motivierte und engagierte Mitarbeiter ihren Beitrag zum Erreichen der gesetzten Ziele und Visionen leisten?
    Dafür bedarf es nicht viel: Nur der gebührenden Wertschätzung unserer guten Arbeit….

    Deshalb der Appell an den AVR bzw. die Vorstände unseres Hauses:
    Unterschätzen Sie nicht, welchen Einfluss Wertschätzung auf unsere tägliche Arbeit hat. Ver.di vertritt die Interessen von uns DZ BANK Mitarbeitern und muss deshalb zurück an den Verhandlungstisch, als Signal für die Wertschätzung unserer guten Arbeit!

    Danke an ver.di und die Betriebsräte für den engagierten Einsatz. Es wird Zeit, dass sich auch bei uns wieder etwas tut!

  28. In der heutigen Zeit ist es wichtig verlässliche Verhandlungspartner am Tisch zu haben.
    Man kann den Vorständen der GENO Banken nur raten ihr handeln zu überdenken.
    Bei den derzeitigen Verhandlungen mit den nicht von der Belegschaft akzeptierten Pseudo-Gewerkschaften bleibt sonst nur der bittere Geschmack der Vetternwirtschaft.
    Wichtig ist es als Arbeitnehmervertreter gemeinsam stark zu sein und nicht einen Partner am Verhandlungstisch auszubooten und diesem in den Rücken zu fallen.
    Dies ist definitiv der falsche Weg.

  29. Mittlerweile ist auch im Bank der Wettbewerb um die guten und junge Mitarbeiter entbrannt, obwohl man gleichzeitig Personalkosten einsparen will. Sollte man qualitativ nicht abfallen wollen, muss man für gute Arbeit auch gut bezahlen, sonst bleiben am Ende nur die Mitarbeiter die keine andere Perspektive am Mark haben. Man nennt das adverse Selektion. Will man zukunftsfähig bleiben, muss man auch zukunftsfähige Gehälter zahlen, wer will sonst noch bei einer Bank arbeiten? Das Image der Banken ist sowieso schon schlecht genug.

  30. Einen Dank an die Betriebsräte, welche diese Diskussion seit vielen Jahren immer wieder führen müssen! Immer weiter dran bleiben! es wird die Zeit kommen, in der sich die Arbeit und Hartnäckigkeit auszahlt!

  31. Angesichts der Verweigerungshaltung des AVR, mit Ver.di als der weitaus größten Gewerkschaft Verhandlungen aufzunehmen, sollte nun endgültig der Zeitpunkt für die DZ BANK gekommen sein, Verhandlungen über einen Haustarifvertrag zu beginnen. Sinnvoll ist das ohnehin, da die Struktur und Größe der DZ BANK sich stark von der der Mitgliedsbanken unterscheidet. Die Aufnahme von Haustarifverhandlungen wäre ein auch positives Zeichen des Vorstands an die Mitarbeiter der DZ BANK, die die Verweigerungshaltung des AVR mit sehr großem Unverständnis verfolgen und von denen in den nächsten Jahren erhebliche Anstrengungen und Belastungen abverlangt werden.

  32. Noch wähnt sich der AVR (und mit ihm der Vorstand der DZ BANK) in Sicherheit, weil der Leidensdruck bei den Beschäftigten der DZ BANK und den GENO-Banken noch immer nicht groß genug ist.
    Aber das wird sich ändern: Durch den fortschreitenden Personalabbau wird die Arbeit lediglich auf weniger Schultern verteilt. Die ersehnte Digitalisierung, die das eigentlich ausgleichen sollte, ist noch in weiter Ferne und lässt sich auch nicht einfach so herbeireden.
    Das alles wird sich rächen: bald wird die Zeit kommen, in der die Arbeitnehmer die Regeln diktieren – wenn es das ist, was AVR & Co. wollen, dann nur zu, das werden sie mit Sicherheit bekommen.
    Aber dann möchte ich bitte kein Gejammer hören – die Warnungen sind schließlich an Deutlichkeit kaum zu übertreffen.

  33. Ich hoffe, dass den Bänkern die noch nicht organisiert sind endlich die Augen aufgehen. Nach dem Motto – die anderen werden es schon richten – geht es leider nicht weiter. Wir brauchen eine starke Solidargemeinschaft um gegenüber den Arbeitgebern durchsetzungsstark zu sein! Die Beschäftigten der Postbank zeigen durch den hohen Organisationsgrad von über 70% was möglich ist.

  34. Tariferhöhungen, die unter der Inflationsrate liegen, sind Hohn und Spott für all diejenigen, die allarbeitstäglich jahrein, jahraus zur Erwirtschaftung der Gewinne beitragen, von denen fast nichts bei ihnen selbst ankommt. Wertschätzung und Motivation gehen anders. Doch solange der „Kostenfaktor Mitarbeiter“ kalkulier- und berechenbar bleibt, ist für die Entscheider keine Veranlassung zur Veränderung. Wie lange noch?

  35. Um sich im Wettbewerb auch in den folgenden Jahren gute Karten zu sichern, ist einerseits das Vertrauen der Kunden in die Zukunftsfähigkeit der Bank notwendig, aber eben auch das Vertrauen der DZ BANK in ihre Mitarbeiter und umgekehrt. Der Versuch des AVR, ver.di aus den Verhandlungen zukünftiger Arbeitsbedingungen auszuschließen, stimmt da eher bedenklich. Inwieweit können die Mitarbeiter darauf vertrauen, dass sich die Rahmenbedingungen, unter denen sie Großes leisten, nicht von heute auf morgen gravierend ändern?
    Vielen Mitarbeitern scheint nicht klar zu sein, welche große Bedeutung die tariflich ausgehandelten Arbeitsbedingungen haben, sei es direkt im tariflichen Bereich oder abgeleitet für AT-Mitarbeiter.
    Ich hoffe, dass die aktuelle Situation als Weckruf wirkt: einerseits als Signal für die Geschäftsleitung, ver.di als Vertretung der Arbeitnehmer – als ihrer wichtigen Ressource für die Zukunft – in die weitere Gestaltung von Rahmenbedingungen einzubeziehen, und andererseits für die Mitarbeiter, die die tariflichen Errungenschaften der Vergangenheit als Selbstverständlichkeit betrachten, sich hier selbst stärker für ihre Belange zu engagieren.

  36. Leider bleibt festzuhalten, dass es der AVR vorzieht, sich nicht mit ver.di an den Verhandlungstisch zu setzen. Eine Einsicht, dass es besser ist, vernünftige tarifliche Bedingungen mit der Gewerkschaft zu verhandeln, die die meisten ArbeitnehmerInnen im genossenschaftlichen Bankenverbund vertritt, ist nicht einmal im Ansatz zu erkennen. Und solange der Organisationsgrad in den Genobanken zu gering ist, um wirksamen Druck ausüben zu können, kann der AVR weiterhin an seiner bisherigen, aus meiner Sicht fatalen Strategie festhalten. Wer sich einem konstruktiven Dialog in diesem Ausmaß verschließt, verspielt alle Chancen auf eine sichere Zukunft als attraktiver Arbeitgeber und zeigt mehr denn je die zweifelhafte Einstellung der Verantwortlichen.

  37. Es ist echt schade, wenn man als Genossenschaftsbanker sieht, wie die Mitarbeiter in anderen Unternehmen od. auch anderen Banken sich für Ihre Rechte einsetzen und letzten endes auch den gerechten Lohn dafür bekommen. Sei es das Gehalt oder auch andere soziale Leistungen. In den letzten Jahren wurde bei uns unterm Strich nur Kürzungen vorgenommen. Kein Wunder also, wenn man gute Mitarbeiter verliert und die Jungen sich nach der Ausbildung sofort umorientieren!

    Wieso bekommen wir es nicht hin zusammen zu stehen und als Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für unseren Anteil am Erfolg zu kämpfen?
    Wo ist hier die Perspektive für die jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern?

    Ich hoffe, dass nun wo auch der Manteltarifvertrag mehr und mehr zum Thema wird, die Kolleginnen und Kollegen aufgerüttelt werden und sich beteiligen!

  38. Durch den engagierten Einsatz der Kolleginnen und Kollegen der DZ BANK AG in den vergangenen Jahren hat sich die Bank trotz aller nationaler und internationaler Schwierigkeiten am Markt sehr gut behaupten können und die genossenschaftliche Bankengruppe voran gebracht. Leider wurde diese positive Entwicklung nicht entsprechend gewürdigt. Die Einkommensentwicklung hinkte dem wirtschaftlichen Erfolg hinterher. Maßgeblichen Einfluss hatte hierbei der AVR mit seiner Tarifpolitik. Die Eigentümer der DZ BANK AG erwarten zurecht von ihrem Spitzeninstitut erklassige Leistungen. Leider wird dabei übersehen, dass diese nicht im luftleeren Raum entsteht, sondern durch lebendige Personen erbracht wird, die sich tagtäglich um die Belange der genossenschaftlichen Bankengruppe kümmern und kreative Lösungsverschläge entwickeln. Diese Leistungen sollten auch entsprechend honoriert werden.

    Sehr viele Branchen klagen derzeit, dass nicht genügend qualifizierter Nachwuchs zur Verfügung steht. Der Wettbewerb um die Mitarbeiter in der Zukunft wird immer schwieriger und könnte bei einer restriktiven Einkommensentwicklung auch das Spitzeninstitut der genossenschaftlichen Bankengruppe treffen. Diese Gefahr sollte auch der AVR nicht unterschätzen. Die sich abzeichnenden Änderungen am Bankenmarkt erfordern überdurchschnittlich kreative Lösungen und dieses erhält man nicht mit unterdurchschnittlichen Einkommen.

  39. Es ist einfach bedauerlich, dass ein Großteil der Beschäftigten in den Geno Banken immer noch nicht bereit ist, sich für die eigenen Belange zu engagieren. Wer immer nur still hält bekommt im Ergebnis nur das, was andere ihm zugestehen. Nicht das, was ihm zusteht. Um so mehr dürfen die Kolleginnen und Kollegen, die sich nicht entmutigen lassen und für eine moderne Neuausrichtung des Tarifvertrages und eine gerechte Bezahlung sich einsetzen, stolz auf sich sein. Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat verloren.

  40. Die DZ Bank ist für die Volks- und Reifeisenbanken das wichtiges Institut. Ich würde mir wünschen, dass die DZ’ler mit hoch erhobenen Haupt sich für einen Haustarif einsetzten und so den Arbeitgeberverband und ihrem Arbeitgeber das Signal geben, dass sehr gutes Personal nicht mit billigen Tarifabschlüssen zu bekommen ist.

    AS

  41. Hier mal zur Kenntnis die Presseerklärung des AVR vonAnfang Juni zum Thema:

    “ 06.06.2019 – Die zweite Tarifrunde zwischen dem Arbeitgeberverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (AVR) sowie dem Deutschen Bankangestellten-Verband (DBV) und der DHV – Die Berufsgewerkschaft ist heute nach intensiven Verhandlungen zu Ende gegangen. Dabei konnten die Verhandlungsparteien sich in wichtigen Positionen annähern. Auch wenn es noch nicht gelungen ist, für alle komplexen Fragestellungen einigungsfähige Lösungsansätze zu erarbeiten, unterbreitete der AVR ein Gehaltsangebot. Das Angebot sieht eine Gehaltssteigerung von 4 Prozent in zwei Stufen bei einer Laufzeit von 34 Monaten vor.
    „Dieses Angebot ist höher als der letzte Gehaltsabschluss aus dem Jahr 2016. Es berücksichtigt sowohl die guten Ergebnisse der Genossenschaftsbanken der vergangenen Jahre als auch die wirtschaftlichen Herausforderungen, die noch vor uns liegen“, betont Jürgen Kikker, Verhandlungsführer des AVR. „Die anhaltende Niedrigzinsphase, Investitionen in Digitalisierung, der weiter steigende Aufwand der Regulierung und der hohe Wettbewerbsdruck beschränken die Ertragserwartungen der Volksbanken und Raiffeisenbanken und damit auch unsere Verhandlungsspielräume am Tariftisch.“
    Die Tarifverhandlungen werden am 6. August 2019 in Neu-Isenburg fortgesetzt.“

    Es kann einem Grausen!
    Bin gespannt, am Donnerstag wird uns der BVR wieder berichten wieviele Milliarden der Verbund wieder eingesackt hat. Das Eigenkapital steigt.
    Ob die Beschäftigten angemessen beteiligt werden? Nach dem oben gelesenen befürchte ich: NEIN!
    Es sei denn, die Beschäftigten tun mal was dagegen!.

  42. Es wird nur funktionieren, wenn jeder einzelne Mitarbeiter einer Volksbank versteht, dass er mit aufstehen muss. Betriebsräte und auch ver.di immer wieder in die Stellvertreterrolle zu schieben, damit sie was bewirken sollen, funktioniert nicht. Und so lange das jeder Einzelne noch nicht verstanden hat, wird es ein sehr harter und steiniger Weg bleiben.
    Von daher mein Appell, stärkt eurem BR, den ihr gewählt habt, stärkt eurer Gewerkschaft, in der ihr Mitglied seid, den Rücken, indem ihr aktiv bleibt bzw. werdet.
    Frei nach Raiffeisen: „Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermögen Viele.“

  43. Ich kann das nur unterstützen…Leider läuft es bei den privaten/öffentlichen Banken ebenfalls nicht optimal und was bei euch abgeht ist ebenfalls einfach unfassbar und unbegreiflich. Bei den Tarifverhandlungen kann man schon seit der letzten Tarifrunde bei uns nicht mehr von „verhandeln“ sprechen und bei euch ist es auch nicht besser. Blockade auf breiter Front. Leider nehmen die meisten Bankbeschäftigten den Knall immer noch nicht richtig wahr!!! Das liegt auch daran, dass sich einfach immer noch zu wenige engagieren. Da zahlt man lieber monatlich einen hohen Beitrag fürs Fitnessstudio obwohl man kaum hingeht, aber argumentiert u.a., dass der ver.di Beitrag zu hoch ist und eine Mitgliedschaft nichts bringt. Doch tut sie! Wir haben als Arbeitnehmer*innen nur diese eine Möglichkeit mit einer mitgliederstarken Gewerkschaft etwas zu erreichen, gerade auch in schwierigen Zeiten. Bleibt stark, ich tue es auch und ich tue es auch für die jungen Beschäftigten. Es kann einfach nicht sein, dass sich unsere Arbeitsbedingungen verschlechtern, unsere Löhne, Anerkennung und Wertschätzung immer mehr den Bach runter gehen….

  44. Es geht uns wohl immer noch zu gut! Seit Jahren nehmen wir Reallohnverluste hin und es interessiert zu wenige (s. Organisationsgrad). Vielleicht regt dieser tolle, ehrliche Brief zum Nachdenken an und rüttelt die Kolleginnen und Kollegen wieder wach! Es ist Zeit, dass wir für uns aufstehen!

  45. Endlich mal jemand der sich traut auszusprechen was viele denken!
    Tolle Aktion, hoffentlich wachen jetzt bald mehr Geno-Mitarbeiter auf!

  46. Es wird Zeit den Arbeitgebern endlich deutlich zu machen, dass die Tarifpolitik des AVR nicht länger geduldet wird. Dazu gilt es sich endlich vernünftig zu organisieren und auf die Straße zu gehen! Über viele Jahre wurde es von den Belegschaften der GenoBanken und der DZ-Bank versäumt sich zu wehren gegen Reallohnverlust und stückchenweiser Verschlechterung des Tarifvertrags. Es wird Zeit!! Lasst uns für eine gerechte Bezahlung und einen wertschätzenden Umgang streiten!! Andere schaffen es doch auch. Ich bin dabei!

  47. Liebe DZ-Bank Betriebsräte,

    bitte bleibt weiterhin am Ball und mobilisiert gegen die immer weiter fortschreitenden Verschlechterungen eurer Arbeitsbedingung durch Tarifverträge mit den willfährigen Verbänden DHV und DBV.

    Auch die Tarifrunde für die priv./öffentl. Banken gestaltet sich gerade sehr schwierig. Hier hat der DHV und DBV bereits weitere Reallohnverluste für die Beschäftigten tarifiert und es besteht die Gefahr, dass dort eine ähnliche Entwicklung in Gang gesetzt wird, wie ihr sie seit Jahren erlebt.

    Ich bewundere eurer Durchhaltevermögen und wünsche von ganzem Herzen, dass es schon bald Erfolge zu vermelden gibt.

    Ihr seid toll! Danke!

  48. Gute Aktion. Es ist schon komisch, dass ein Haustarifvertrag in anderen Unternehmen funktioniert, nur bei der DZ BANK ist es nicht möglich. Stattdessen wird man mit einer Gehaltserhöhung abgespeist, die weit unter der Inflatitionsrate liegt (negative Gehaltsentwicklung) – falls man überhaupt etwas bekommt. Damit möchte man vielleicht die Mitarbeiter so frustrieren, dass sie freiwillig gehen. Es gehen auch viele. Darunter leider aber auch viele junge qualifizierte Mitarbeiter. Der Rest kann leider nicht gehen, weil man privat gebunden ist und zu viel verlieren würde oder gehen bald in Rente – kündigen somit innerlich.
    Damit erreicht man nur das Gegenteil von dem, was gewollt ist.

  49. Dass es den DZ Bankern (noch) relativ gut geht, haben sie ver.di, engagierten Betriebsräten und Glück zu verdanken. Sich darauf auszuruhen oder zu hoffen, dass es bleibt, das Prinzip der Banker, wird nicht mehr lange gut gehen. Es ist an der Zeit, sich auf die gemeinschaftliche Stärke zu besinnen, d.h. Unterstützung ver.di und der Betriebsräte, ohne eigenes Engagement wird es nicht gehen.

  50. Die Tarifpolitik des AVR sowie die Tatsache, dass die Gewerkschaft, die alleinig in der DZ BANK vertreten und akzeptiert ist, nicht am Verhandlungstisch erwünscht ist, zeigt den mangelnden Respekt und die mangelnde Wertschätzung des AVR gegenüber den MitarbeiterInnen und deren über Jahre konstant guten Leistungen. Es wird an den Interessen der eigenen MitarbeiterInnen vorbei „verhandelt“, Leistungen werden gekürzt oder verschlechtert, anstatt die MitarbeiterInnen in Zeiten von Bankenkrisen, Fusionen und Einsparungen für das zu belohnen, was den Erfolg des Geno-Sektors ausmacht.

    Der AVR wird mit seinem Vorhaben entscheidend dafür verantwortlich sein, dass der Geno-Sektor als Arbeitgeber und Ausbilder unattraktiv wird und die Zufriedenheit der MitarbeiterInnen stetig sinkt. So motiviert man seine eigenen MitarbeiterInnen nicht, so schätzt man sie nicht wert.

    Der vom Vorstand gewünschte und bereits oft erwähnte Kulturwandel sollte auch endlich bei diesem Thema angewandt werden. ver.di muss zurück an den Verhandlungstisch, die Interessen der MitarbeiterInnen müssen endlich umgesetzt werden. Sollte dies nicht gelingen, müssen Konsequenzen folgen – das Thema „Haustarif“ ist noch lange nicht vom Tisch und wurde in anderen Konzernunternehmen erfolgreich durch- und umgesetzt und ist somit auch weiterhin eine gute und sinnvolle Option für die DZ BANK.

  51. Zum 01.08. nähert sich bei mir ein kleines Jubiläum: Vor 35 Jahren habe ich meine Ausbildung zum Bankkaufmann bei einer Volksbank in Westfalen begonnen und bin seitdem immer bei den Genossen geblieben. War das bei der Auswahl des Ausbildungsbetriebs noch Zufall, so bin ich heute vom Prinzip überzeugt und bei zwei Volksbanken Genosse.
    Die Finanzmarktkrise hat die Bankengruppe gut überstanden, auch wegen der motivierten Mitarbeiter. Nicht um sonst zählen die Genossenschaften zum immateriellen Weltkulturerbe.“Einer für alle, und alle für einen“ und „Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermögen viele“ sind die Zitate, die das genossenschaftliche Prinzip charakterisieren – und sie sind damit auch ganz nahe am gewerkschaftlichen Gedanken. Man kann es nicht oft genug wiederholen: So, wie die Arbeitgeber in ihrem Arbeitgeberverband organisiert sind, so sollten die Mitarbeiter in der Gewerkschaft organisiert sein. Die mit Abstand am stärksten in den Volksbanken und Raiffeisenbanken vertretene Gewerkschaft ist ver.di. Das wird vom Arbeitgeberverband seit vielen Jahren ignoriert, stattdessen wird mit Verbänden verhandelt, die zum Beispiel in der DZ BANK kein einziges Mitglied haben. Die Genossenschaftsbanken sind in der Bevölkerung positiv verankert. Schade, dass das Handeln des Arbeitgeberverbandes nicht dazu passt. Gute Leistungen verdienen ein gutes Gehalt. Da kann man den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nur zurufen: Werdet Mitglied bei ver.di und helft mit, das in die richtige Richtung zu lenken!

  52. Die Bank redet stets von demografischem Wandel. Der Tarifvertrag mag erst die kommenden Generationen härter treffen, aber wie will man die dann noch locken? Da wo andere Unternehmen längst verstanden haben, dass man auch um junge und fähige Leute werben muss, entsteht hier eine Kluft zwischen Alt- und Neuangestellten.
    So funktioniert das Spiel nicht. Aber wer zu hoch sitzt, hat eben keinen Blick für die Probleme an der Basis.

  53. Es ist ein Armutszeugnis einer genossenschaftlichen Zentralbank in einem AVR Mitglied zu sein, der Verträge zu Lasten und zum Nachteil für die eigenen Mitarbeiter mit „Gewerkschaften“ verhandelt in welcher kein Mitarbeiter Mitglied ist.
    Das sollte doch sehr deutlich machen das die Mitarbeiter ver.di wollen!

    Der AVR verfolgt seinen Plan seit laaaangem und die Mitarbeiter erkennen dies leider mehrheitlich nicht. Zum Glück gibt es achtsame Betriebsräte welche die Gefahren seit Jahren erkennen… jetzt müssen nur die Mitarbeiter endlich wahrnehmen das es nicht mehr kurz vor sondern bald nach zwölf ist.

  54. Eine Spaltung in der Tariftabelle für Neueinstellungen macht die betroffenen Banken als Arbeitgeber nicht attraktiver. Ein qualifizierter Bewerber wird im Zeitalter des Internets sehr schnell die Unterschiede zwischen den Tarifverträgen unterschiedlicher Institutsgruppen erkennen!
    Mit der Gewerkschaft nicht verhandeln zu wollen, in der die eigenen Mitarbeiter aus freien Stücken Mitglied geworden sind, zeigt sehr deutlich den Grad der Wertschätzung, der den Mitarbeitern entgegengebracht wird. Hier wird positives Potential verschenkt, bzw. sollte gerade ein Arbeitgeber, der auch in Zukunft mit Spitzenkräften immer bessere Prozesse etablieren will, auch prüfen, ob die eigenen Interessen ausreichend im Arbeitgeberverband Gehör finden und notfalls Konsequenzen ziehen.

  55. In der DZ BANK AG wird seit Jahresbeginn viel über Kulturwandel und Frischen Wind gesprochen. Dies sowohl auf Vorstandsebene als auch im Unternehmensgedanken.
    Sehr geehrte Vorstände der DZ BANK AG: Nutzen Sie den Kulturwandel und den Frischen Wind für einen Neuanfang und machen Ihren Einfluss im AVR geltend, sich wieder mit ver.di an den Verhandlungstisch zu setzen. Denn nicht nur die Aussenwirkung bei Anteilseignern und Kunden sollte Ihnen und Ihren AVR-Kollegen wichtig sein, sondern auch das Innenverhältnis zu Ihren MitarbeiterInnen mit deren guter und engagierter Arbeit.

  56. Wenn es der DZ BANK nicht gelingt, sich aus der Geiselhaft des AVR zu befreien, wird sie auch das Demografie-Problem nicht in den Griff bekommen.
    Mit jedem neuen Tarifabschluss des AVR (und ohne Einbeziehung von ver.di in den Verhandlungsprozess) und der Anwendung des Abschlusses wird die DZ BANK für neue Mitarbeiter (und hier insb. für Nachwuchskräfte) als Arbeitgeber unattraktiv.
    Da es ja offensichtlich nicht gelungen ist, auf den AVR einzuwirken, ver.di wieder mit ins Boot zu nehmen, bleibt als Ausweg nur noch, das Thema „Haustarifvertrag“ wieder anzugehen – bei anderen Konzern-Unternehmen geht’s ja auch.
    Aber ohne Druck von „unten“ wird ein Haustarifvertrag nicht durchsetzbar sein.
    Es liegt nur an uns, etwas zu bewegen!!

  57. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es dem AVR gelingt, seine Mitglieder hinsichtlich Personalbindung und -gewinnung zukunftsfähig aufzustellen, wenn er die einzig nennenswert im genossenschaftlichen Verbund vertretene Gewerkschaft nicht in den Tarif- und Tarifreformprozess einbindet.

  58. Die Bezahlung im Geno-Bereich entspricht halt der Wetschätzung und Qualität des Personals, ganz einfach zweitklassig!

  59. „Wenn die Maus satt ist, wird das Mehl bitter.“
    Ist das so mit den Tarifgehältern im Geno-Bereich?
    Vergleicht man die Gehälter im Geno-Bereich mit denen im Pflegebereich, könnte man sagen, dass es den Bankern doch gut geht.
    Das heißt lange nicht, dass im Pflegebereich und vielen anderen Bereichen gerecht bezahlt wird.
    Im Vergleich mit dem privaten Bankgewerbe sieht das anders aus.
    Wenn sich da was ändern soll ist Solidarität gefragt. Was ist an der guten alten Regel – „Gemeinsam sind wir stark“ – nicht zu verstehen?
    DZ Banker sorgt für einen höheren Organisationsgrad in eurer Gewerkschaft ver.di!
    Regina Friedemann
    Rentnerin und ehemalige Betriebsrätin DZ BANK Berlin
    😊 immer noch ver.di – Mitglied

  60. Ich wäre gern dabei gewesen,aber man heiratet ja bekanntlich nur einmal im Leben.
    Super Aktion der DZ BANK Betriebsräte aus den regionalen Standorten. Ich hoffe sehr, dass sie gehört wird. Auch unser Vorstand muss verstehen, dass die Mitarbeiter langsam aber sicher unruhig werden. Diese Unruhe gilt es zu nutzen und durch eine schonungslose Aufklärungspolitik zu nutzen, um wieder auf der Straße zu stehen.
    Das Ziel muss sein, als einzig legitime Gewerkschaft wieder als respektierter Gegenspieler an den Verhandlungstisch zu kommen, um die Zukunft zu gestalten und Leistungen der Mitarbeiter zu sichern.

  61. Ein Hoffnungsschimmer keimt auf! Es gibt sie noch: Aufrechte Betriebsräte die im Blick haben, was in dieser Geno-Tarifrunde auf dem Spiel steht. Mit ihren Gehältern scheinen die Bankangestellten – egal ob Geno-Banken oder Privatbanken recht zufrieden zu sein. In den Jahren 2012 bis 2018 sind die Gehälter im Vergleich aller Gehaltssteigerungen in Deutschland um 8,2 % zurückgefallen. Das sind ja nur gut 1 % pro Jahr…
    Dass in der DZ BANK größtenteils recht gut verdient wird, ist bekannt. Bekannt ist – zumindest bei den Geno-Angestellten -, dass die Gehälter in den Volks- und Raiffeisenbanken eher bescheiden sind und weit hinter dem Gehaltsgefüge im privaten Bankgewerbe liegen. Hinzu kommt, dass es dem AVR nach dem ver.di-Rausschmiss gelungen ist einen Niedriglohnsektor einzuführen. Es gibt nicht nur Vorstände, Führungskräfte, ÜT-Angestellte und Tarifangestellte. Nein, es gibt Tarifange-stellte der Klassen A und B.
    Spalte und herrsche! Der AVR und der Vorstand der DZ BANK beherrschen diese Strategie perfekt. Und das muss man neidlos anerkennen: Sie haben eine Strategie! Und die wird Stück für Stück um-gesetzt. Nachdem der Vorstand der DZ BANK es zwei Mal geschafft hat, den Kampfgeist der ent-scheidenden Betriebsräte zu benebeln, indem er in aller letzter Not die Haustarifforderungen als Sozialplan vom GBR herausgerückt hat, ist man sich nun sicher: In der Zentrale ist „tarifpolitische Friedhofsruhe“ eingekehrt. Die alten Kämpfer sind müde und haben andere Prioritäten. Ein Frei-brief für den AVR, nun die nächsten „Reformschritte“ der Geno-Tarifverträge einzuleiten. Natürlich ohne ver.di.
    Den Geno- und Privat-BankerInnen wird Jahr für Jahr vorgeführt, dass es nur gute Tarifabschlüsse gibt, wenn man sich wehrt, in einer starken Gewerkschaft organisiert und mit ihr der Gegenseite zeigt, was passiert, wenn nicht gearbeitet wird. Mit 10/20 % Organisationsgrad hat man verloren! Wie sagte Frau Kaiser, AVR in einer der letzten Verhandlungen mit ver.di: „Hinter dem AVR stehen 80% der Volksbanken Raiffeisenbanken – was haben sie vorzuweisen?“ Geht es deutlicher???
    Gewerkschaft ist als Einheit von hauptamtlichen Gewerkschaftssekretärinnen und –sekretären und den betrieblichen GewerkschaftsvertreterInnen zu sehen. Allein die betriebliche Bereitschaft die Tarifkommission mit Aktionen, Streiks, Dienst nach Vorschrift etc. zu unterstützen, wird Erfolg ha-ben. Verantwortlich sind die gewählten betrieblichen Interessenvertreter in den Betriebsräten, die ArbeitnehmerInnenvertreter im Aufsichtsrat zusammen mit den gewerkschaftlichen Vertrauens-leuten.
    Es wird höchste Zeit: Geno-BankerInnen, DZ BANKerInnen wacht auf! Jetzt! Seit Monaten zeigen die Schüler was machbar ist: Mit Mut, Engagement und Durchhaltevermögen.
    Rüdiger Beins

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