Urabstimmung bei DB Direkt GmbH

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ver.di stimmt über einen unbefristeten Streik ab, um Arbeitgeber zu einem fairen Tarifabschluss zu bewegen.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft die Beschäftigten der Deutsche Bank Direkt GmbH auf, sich ab heute (21. Januar 2021) an einer Urabstimmung für einen Streik zu beteiligen. Das Dienstleistungsunternehmen betreibt die bundesweiten Callcenter der Deutschen Bank in Berlin und Essen.

Im vergangenen Jahr hatten die Beschäftigten bereits in mehreren Warnstreikaktionen die Arbeit niedergelegt, zuletzt vor Weihnachten und auch zu Beginn des neuen Jahres. Das Ziel ist ein verhandlungsfähiges Tarifangebot. „Nach einem halben Jahr gibt es von der Geschäftsleitung immer noch keinen akzeptablen Vorschlag für einen fairen Tarifabschluss“, so Roman Eberle, zuständiger ver.di-Gewerkschaftssekretär. Deshalb werden die Arbeitskampfmaßnahmen jetzt nochmal intensiviert. „Die Verantwortung für die Zuspitzung des Tarifkonfliktes trägt damit der Arbeitgeber“, so Eberle.

Die Urabstimmung findet bis zum 28. Januar 2021 an den beiden Standorten des Dienstleisters statt. ver.di fordert für die Beschäftigten rückwirkend ab dem 1. April 2020 sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 150 Euro, sowie die Einführung eines 13. Gehaltes.

Das Angebot der DB Direkt erstreckt sich über 1,5 Prozent Gehaltserhöhung ab dem 1. November 2020 und weiteren 1,5 Prozent ab 1. Januar 2022. Ein 13. Gehalt soll aus Arbeitgebersicht stufenweise eingeführt werden (bis 2025 jeweils 100 Euro jährlich). Ein weiterer Aufbau danach soll durch Beiträge der Beschäftigten kompensiert werden.

„Das ist für uns inakzeptabel“, so Eberle, „wir erwarten endlich ein faires und wertschätzendes Angebot!“