Krass: Geschäftsbericht der Deutsche Bank AG

Die Deutsche Bank AG hat vor ein paar Tagen ihren Geschäftsbericht für das Jahr 2020 veröffentlicht. Neben vielen Erfolgsmeldungen spiegelt der Geschäftsbericht aber auch das krasse Missverhältniss wider, das bei der Bezahlung verschiedener Beschäftigtengruppen besteht.

Die variable Vergütung für die Beschäftigten in der Investmentbank ist im letzten Jahr um 37 % gestiegen. Statt bisher 583 Einkommensmillionären gibt es in 2020 jetzt 684 (+ 17 %) Personen in der Deutschen Bank, die über ein Einkommen von einer Million Euro und mehr im Jahr verfügen. Das sind mehr, als es Beschäftigte in der DB Direkt gibt. Die Vorstandsvergütung von Herrn Sewing wuchs um 47 %.

Wir sagen: Da stimmt was nicht. Variable Vergütungen gehören zwar zur Vergütungsstruktur der Deutschen Bank, nicht nur für Investmentbanker. Aber wenn die Bank auf der einen Seite für diese absoluten Spitzenverdiener die Vergütung derart erhöht und auf der anderen Seite nicht bereit ist, für die Beschäftigten der DB Direkt GmbH ein faires und wertschätzendes Tarifangebot vorzulegen, dann entsteht dadurch eine absolute soziale Schieflage im Konzern. Immer mehr Einkommensmillionäre – aber die Beschäftigten der DB Direkt sollen ein 13. Gehalt aus eigenen Mitteln mit finanzieren. Und das bei Gehältern, die bei vielen Beschäftigten nur zwischen 2100 Euro und 2500 Euro im Monat liegen.

Da darf sich die Arbeitgeberseite nicht wundern, wenn das niemand mehr versteht. Auch außerhalb der Bank gibt es dafür kein Verständnis.

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