Hintergrund

Die rund 220.000 Beschäftigten in den knapp über 500 deutschen Privatbanken und öffentlichen Instituten sehen sich erheblichen strukturellen Umbrüchen gegenüber. Die Digitalisierung und die umfassende Regulatorik in der Finanzbranche führen zu weitreichenden Umstrukturierungen.

Die anhaltende Niedrigzinsphase, zunehmende Regulierungen und die fortschreitende Digitalisierung stellt unsere Branche vor große Herausforderungen. Ärgerlich dabei: Die damit verbundenen Veränderungen werden oft einseitig auf Kosten der Beschäftigten umgesetzt. Steigende Arbeitsplatzunsicherheit, zunehmender Vertriebsdruck und wachsende psychische Belastungen sind nur einige Punkte, mit denen Bankbeschäftigte aktuell zu kämpfen haben.

Wertschätzung für die Beschäftigten? Fehlanzeige!
Hinzu kommt: Viele von uns bekommen für den zunehmend schwierigeren Arbeitsalltag keine entsprechende Anerkennung. Das spiegelt sich auch im Auftreten der Arbeitgeber bei den Verhandlungen rund um eine neue Entgelttabelle wieder. Anstatt die gestiegenen Belastungen zumindest mit entsprechenden Gehaltserhöhungen zu honorieren, versucht die Arbeitgeberseite in letzter Zeit massiv, die Bankgehälter um ein bis zwei Entgeltstufen abzusenken.

Rückblick
Die letzte Tarifrunde im privaten und öffentlichen Bankgewerbe fand im Sommer 2016 statt. Die Einigung mit dem Arbeitgeberverband war damals nur mit großen Anstrengungen erreichbar, da die Arbeitgeber zunächst keinerlei Angebot vorlegten und überhaupt nicht auf unsere Forderungen eingingen. Nach vier Verhandlungsrunden erzielte ver.di schließlich doch noch eine Einigung.Demnach steigen die Gehälter in drei Stufen. Zunächst um 1,5 Prozent im Oktober 2016, um weitere 1,1 Prozent zum 1. Januar 2018 und abermals um 1,1 Prozent ab dem 1. November 2018. Für Auszubildende stieg die Ausbildungsvergütung um 50 Euro zum Oktober 2016. Der Tarifvertrag läuft noch bis April 2019.

Damit verzeichnen die Beschäftigten im privaten Bankengewerbe und bei den öffentlichen Banken 2017 sogar einen Reallohnverlust. Allerdings war selbst dieses mäßige Ergebnis auch nur aufgrund des Engagements derjenigen Kolleginnen und Kollegen möglich, die sich an den Streiks beteiligt haben.

Ausblick: Die anstehende Tarifrunde 2019
Ob es der Arbeitgeberseite gelingen wird, die Arbeitsbedingungen und Gehälter in unserer Branche deutlich zu verschlechtern, wird sich nicht zuletzt mit der anstehenden Tarifrunde entscheiden.

Ein Gegengewicht bilden und Verbesserungen erreichen können wir jedenfalls nur mit breiter Unterstützung und Beteiligung, sprich: Wenn sich deutlich mehr Bankbeschäftigte in ver.di organisieren und für ihren Tarifvertrag einsetzen!

Deswegen JETZT Mitglied werden und die eigene Position stärken! Und dann: gemeinsam aktiv werden für gute und gesunde Arbeitsbedingungen!

Mehr Infos dazu auch in unserem Flyer zur Tarifbewegung Banken 2018.